Computational Economics

Zielgruppe

Diese Veranstaltung richtet sich an StudentInnen des Bachelor "Wirtschaftswissenschaften". Es handelt sich um eine Wahlpflichtveranstaltung für den Bereich "Methoden".

Voraussetzungen: Mikroökonomik I

Inhalt

Im Fach Mikroökonomie lernt man die individuelle Entscheidungsbildung im Rahmen von Modellen zu analysieren. Um jedoch analytische Lösungen zu erhalten sind die Modelle in der Regel sehr einfach gehalten. So werden bspw. nur einzelne Akteure (Haushalte oder Unternehmen) betrachtet, Nutzen- und Kostenfunktionen sind i.d.R. restriktiv (z.B. Cobb-Douglas) und auf wichtige Phänomene wie etwa Unsicherheit wird ganz verzichtet. 

Ökonomische Modelle mit mehr Realitätsgehalt und mehr Flexibilität sind häufig analytisch nicht  mit mehr lösbar. Deshalb werden diese Modelle auf dem Computer implementiert um sie numerisch zu lösen. Der Kurs „Computational Economics“ soll einen Einstieg in diese Methodik liefern. Er besteht im Wesentlichen aus drei Bausteinen: 

Im ersten Teil wird die Programmiersprache FORTRAN gelernt. Grundsätzlich gibt es zwar Programmiersprachen, welche sogar speziell für ökonomische Analysen entwickelt wurden (z.B. GAMS), aber es ist sinnvoll zunächst im Rahmen einer Basissprache die Technik des Programmierens zu erlernen.

Im zweiten Teil werden verschiedene numerische Methoden eingeführt und auf einfache ökonomische Problemstellungen angewendet. Dabei geht es vor allem um die Anwendung und weniger um die genaue theoretische Aufbereitung der Methoden (wie das etwa im Fach „Numerik“ des Studiengangs Wirtschaftsmathematik erfolgt).

Im dritten Teil werden sowohl ein statisches (also ohne Kapitalbildung) als auch ein dynamisches Gleichgewichtsmodell eingeführt. Mit diesen Modellen können schließlich unterschiedliche wirtschaftspolitische Fragen untersucht werden.

Um Programmierung zu lernen muss man auch selbst programmieren. Deshalb werden im Kurs  regelmäßig Aufgabenblätter verteilt, welche Problemstellungen enthalten, für die ein kleines Programm geschrieben werden muss. Die Blätter können alleine oder in Gruppen bearbeitet werden und die Codes werden in der Übung besprochen. Am Ende des Kurses wird eine Hausarbeit vergeben, für die ebenfalls ein Computerprogramm entwickelt werden muss. Die Hausarbeit wird bewertet und liefert die Note für den Kurs.

Zu beachten ist, dass es im Masterprogramm einen Vertiefungskurs „Arbeiten mit numerischen Gleichgewichtsmodellen“ gibt, welcher direkt auf diesem Kurs aufbaut und die Methodik weiter vertieft.

Gliederung und Themen

  1. Grundlagen der Fortran Sprache
  2. Matrizenoperationen mit Fortran
  3. Nicht-lineare Gleichungen und Gleichungssysteme
  4. Minimieren von Funktionen
  5. Numerische Integration
  6. Interpolation und Approximation von Funktionen
  7. Ein einfaches statisches Gleichgewichtsmodell
  8. Ein einfaches dynamisches Gleichgewichtsmodell

Lehrstuhl für Finanzwissenschaft der Universität Würzburg      Sanderring 2     97070 Würzburg    

Lehrstuhl für Finanzwissenschaft > Studium > Übersicht zum Lehrangebot > Computational Economics